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Sonntag, 10. Januar 2010

Waheke Island - Abschied von Niko

Für Nadjas und meinen letzten Tag in Auckland, was auch der letzte Tag für unser gemeinsames Herumreisen mit Niko war, beschlossen wir mit der Fähre zu der (im Reiseführer) vielgelobten Insel Waheke zu fahren.


Nein, das war nicht unser Boot (Bild unten)... leider...

Die Überfahrt war echt extrem rasant... unsere Fähre war ein sehr schnelles Katamaran.
Der Blick auf Auckland vom Meer aus war sehr schön!

Im Hafen von Waiheke angelangt (mit hunderten anderen Touristen), wollten wir uns, zu Erkundung der Insel, Elektrofahrräder ausleihen. Leider hatten wir nix reserviert. Es gab weder E-Bikes, noch normale Fahrräder oder Mopeds zum Ausleihen.
In der Nähe des Hafens entdeckten wir dafür einen Kajakverleih... und hier hatten wir Glück.
Wir ruderten eine Weile die Küste der Insel entlang und legten in einer Bucht mal eine kurze Pause ein, um unseren Proviant zu dezimieren.
Nach gut drei Stunden Paddelei hats aber dann auch gereicht, obwohls ein echt schöner Ausflug war.


Auf Waiheke kann man (laut Reiseführer) vieles machen. Es gibt hier super Weingebiete, man kann Bootstouren machen und diverse Wassersportarten. Da wir keinen wirklichen Plan hatten, was wir machen sollten, haben wir uns dann einfach in den nächsten Bus gesetzt und sind zu berühmtesten Strand der Insel gefahren: Onetangi Beach (Toller Name für einen Strand ;-)

Die Fahrt dahin dauerte 40 Minuten! Wir hatten etwas die Größe der Insel unterschätzt...

Am Strand angekommen stellte sich bei uns aber etwas an Ernüchterung ein... soooooo toll war der Strand nicht. Vielleicht waren wir aber auch noch etwas verwöhnt vom Strand von Raglan. Naja Geschmäcker sind verschieden. Vielleicht hätten uns der Strand auch viel besser gefallen, wenn wir vorher eine Weinverkostung gemacht hätten ;-)

Nach einer ausgiebigen Pause im Strandrestaurant haben wir uns aber dann gleich wieder aus dem Staub gemacht, um die nächstbeste Fähre wieder zurück nach Auckland zu erwischen.


Zurück in Auckland sind wir dann noch auf einen Abschiedstrunk mit Niko gegangen. Haben nochmals unsere Erlebnisse rekapituliert und Bilanz gezogen.


Tja, dann hieß es Abschied nehmen, leider.

Niko, es hat echt Spaß gmacht mit dir. Hättest ruhig noch viel länger bleiben können.
Wir rechnen aber dann 2011 eh fix mit dir, wenn die Rugby-Weltmeisterschaften in NZ stattfinden.


Noch ganz viel Glück auf deinen weiteren Reisen!!!


LG
Nadja & Stefan

Samstag, 9. Januar 2010

Surfen in Raglan, Wasserfälle, auf nach Auckland!

Nach unserer Nacht im Eisenbahnwagon, wir haben sehr gut geschlafen, packten wir schon frühmorgens (um 10 ;-) unsere Sachen, schnallten uns 3 geliehene Surfboards aufs Auto und ab gings an den berühmten Surfstrand von Raglan (Vor allem bekannt durch die Filme "Endless Summer I & II").

Am Strand war trotz Neujahrstag schon einiges los. Die Wellen machten einen ziemlich guten Eindruck. Also nichts wie ab ins Wasser. *freu*
Der Strand von Raglan ist echt gigantisch...wenn man da is Wasser gehen will, dann dauert das ein bisschen, zuerst gehts lange übern Sand und dann fast endlos durch sehr seichtes Wasser, bis man endlich mal ein paar Wellen erreicht...

Nadja hat seit unserer "Diplomabschlussreisesurfsession" in Portugal nichts verlernt und ist sofort aufs Board gekommen. Im Laufe unserer 4 Stunden Surfsession hats aber jeder von uns mehrmals geschafft die eine oder andere Welle abzureiten. Beweisfotos gibt dann mal später, sobald die Fotos unserer wasserdichten Kamera fertig entwickelt sind.

Während Ihr also brav Silvester gefeiert habt, sind wir am anderen Ende der Welt zur selben Zeit auf den Surfbrettern gestanden.... Juhuu!!!


Ziemlich fertig aber sehr, SEHR zufrieden haben wir dann den Strand verlassen und die Surfboards wieder zurückgebracht.


Bridal Veil Falls:

Bervors dann weiter nach Auckland ging, haben wir dem Bridal Veil Wasserfall (Punkt C) in der näheren Umgebung von Raglan (Punkt B) einen Besuch abgestattet. ( Punkt A auf der Karte war unsere Unterkunft)


Vom Parkplatz an der Strasse führte ein 10 min Wanderweg dem Fluss entlang zum Wasserfall. Da der Fluss eher ruhig und klein war (vergleichbar mit dem Daglesbach) dachten wir schon, wir hätten uns den Weg vermutlich sparen können....

Umso größer war dann dafür die Überraschung und Begeisterung über dieses Panorama:


Knapp 55 Meter stützt sich das kleine Bächlein über eine steile Klippe.
Hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir noch zum See am Fuße des Wasserfalls gewandert um ein bisschen zu baden und den Fall auch noch aus einer anderen Perspektive zu sehen....


... doch wir hatten noch einen sehr weiten Weg nach Auckland vor uns....


Freitag, 8. Januar 2010

Waitomo Caves & Silvester in Raglan


Am 31. Dezember sind wir nach zwei Tagen in Rotorua ganz bald in der Früh in Richtung Waitomo Caves (Punkt B auf der Karte) aufgebrochen. Ich muss sagen, mir hat die Unterkunft (Funky Green Voyager) extrem gut gefallen und hätte es sicherlich noch länger ausgehalten. Was uns von Rotorua sicher nicht fehlen wird, ist der permanente vulkanische Gestank. In der ganzen Stadt riecht es fast ständig nach faulen Eiern.



Da wir für 11 Uhr Vormittags eine Blackwater Rafting Tour gebucht hatten und ich mich wohl etwas zusehr darauf gefreut hatte, bin ich vermutlich etwas flott unterwegs gewesen. Tja, und auf einer kilometerlangen geraden Strecke ist uns dann ein Polizeiwagen entgegen gekommen, welcher nachdem er an uns vorbei war, sofort eine (sehr spektakuläre) 180 Grad Wende gemacht hat, und uns mit Blaulicht verfolgt hat. Shit!!
Naja, ich bin dann mal Links rangefahren, der Polizist hat mich freundlich gegrüßt und mir gesagt, dass ich 119 km/h gefahren bin. Erlaubt sind nur 100. Ich hab ihm also meinen Österreichischen Führerschein (+ Übersetzung) gegeben und erklärt, dass ich nicht so auf die Geschwindigkeit geachtet habe, da es eh eine so schöne Strecke war und eh nur geradeaus ging.
Jedenfalls wissen wir jetzt 2 Dinge mehr. Erstens, dass neuseeländische Polizeiautos die Geschwindigkeit während der Fahrt an vorbeikommenden Fahrzeugen messen können (sehr gemein) und das die Polizisten (zumindest dieser eine) sehr nett sind, weil er uns dann einfach hat weiterfahren lassen (ohne Bußgeld). ... Glück gehabt!

Weiter gings dann also mit exakt 100 km/h zu den Waitomo Caves, wo wir auch rechtzeitig ankamen.

Nachdem wir dort mit dem nötigen Equipment ausgestattet worden sind (Dicker Neoprenanzug, Klettergurt, Helm, Schuhe, und Abseilgerät) gings dann...


... erstmal zum Trockentraining.

Wir waren eine Gruppe von 6 Leuten (Wir 2 Österreicher, 1 Wiener *g*, 2 Holländer und ein durchgeknallter Japaner) + 2 Guides. Nacheinander seilten wir uns selbst über einen teilweise sehr engen 40 meter langen Schacht in die Höhle ab. Das war für manche von uns bereits sehr anstrengend (mental und/oder physisch).

Nachdem wir alle heil unten angekommen sind gings dann zu Fuß weiter durch enge Schächte zu einer weiteren größeren Höhle, wo wir mit einem "Flying Fox" (Seilrutsche) über eine tiefe Schlucht rüberschwebten. Das ganze natürlich bei fast totaler Finsterniss, die Helmlampen haben wir ausgeschaltet, weils so einfach spannender ist.

Danach bekamen wir unsere "Boote". Es waren etwas bessere Schwimmreifen. Unser Guide erklärte uns, dass es nun ganz wichtig ist, dass wir, wenn wir die 4 Meter runter ins Wasser springen, unbedingt im Reifen sitzend im Wasser landen sollten. Das haben wir dann auch alle hingekriegt. Warum das wichtig war haben wir auch rausgefunden, das Wasser ist (an dieser Stelle) nämlich nur knapp einen Meter tief.... ein Köpfler wär sich da net ausgegangen.


Das Wasser war trotz dem dicken Neo extrem kalt. Wir mussten uns ständig bewegen, damits uns nicht durchgefroren hat. Eine Zeit lang konnten wir uns aber auf den Reifen sitzend den unterirdischen Fluss entlang treiben lassen, und (bei ausgeschaltetem Licht) Tausende von Glühwürmchen an der Höhlendecke bestaunen... unbeschreiblich!!!





Im Anschluss gings dann wieder etwas abenteuerlicher weiter, wir mussten teilweise schwimmen, klettern oder auch rutschen....

Zwischendurch gabs dann mal eine Pause, mit einem heissen Orangensaft und Keksen...

Bevor wir dann über einige Wasserfälle aufwärts in Richtung Ausgang klettern mussten.


War echt seltsam, nach einigen Stunden das Tageslicht wiederzusehen... und aus einem Loch mitten im Wald hinauszuklettern...
Zum Abschluss posierten wir dann noch kurz für ein Foto, bevor es weiterging zu einer warmen Dusche, einer heißen Suppe und einem Bagel.

Für uns war dieser Trip vermutlich das ungewöhnlichste was wir je in unserem Leben bisher gemacht haben. Wenn wir jetzt so zurückdenken kommt uns das alles sehr unrealistisch und phantastisch vor...sodass wir gar nicht genau sagen können ob wir das wirklich erlebt haben.

Also kurz gesagt: Für alle die uns besuchen, SEHR zu empfehlen!!!

Silvester in Raglan:

Für die kommende Silvesternacht habe ich eine ganz spezielle Unterkunft in Raglan gebucht.
Leider gab es nur mehr eine 2er Kabine, darum musste Niko im Auto schlafen *g*.

Die Unterkunft liegt etwas außerhalb von Raglan auf einem Hang über dem Meer und heißt "Solscape". Da besondere daran ist, dass man hier in recycelten Zugwagons schläft. Diese Wagons sind über einen weitläufigen Park verteilt...sehr nett angelegt.

Da diese Unterkunft noch dazu sehr billig war, darf man sich in Punkto Standard keine Illusionen machen. Bad und WC musste man sich teilen..was aber für eine Nacht kein Problem war.

Und die Aussicht auf die Surferbucht von Raglan war dafür im Preis von 60$ (30 €) pro Nacht inbegriffen.


Bewaffnet mit einem Karton voll Bier und Jausenzeug gings dann auch gleich runter zum Strand...


.. haben ein paar Fotos geschossen....

... und den Sonnenuntergang genossen.


Obwohl die Sonne schon untergegangen war, wars wegen dem Vollmond noch sehr hell. Das nutzten einige Surfer um bis spät in die Nacht ziemlich fette Wellen zu reiten.







Welcome in 2010!!!!

Silvester feierten wir dann im Anschluss in unserer Unterkunft im Gemeinschaftsraum. Zufällig trafen wir eine Salzburgerin, die bereits seit 15 Jahren in Neuseeland lebt. Tja, wie sich die Auslandsösterreicher immer gleich freun, wenn sie mit jemandem Dialekt reden können... sagenhaft...

Silvester war ansonsten eher unspektakulär und ziemlich ruhig... was uns aber eh ganz gut gefallen hat.

Wenn man so zurückdenkt, ist es schon sehr schräg, wieviel sich innerhalb eines Jahres so verändern kann. Vor genau einem Jahr zu Silvester waren wir auf den Kapverdischen Inseln auf Boa Vista. Da hatten wir noch keinen Plan, das wir ein Jahr darauf in Neuseeland sein werden.

Mal sehn was 2010 für uns bereithält!


Donnerstag, 7. Januar 2010

Rotorua Rafting Tour & Blue Lake

Raftingtour am Kaitoke River:

Also eigendlich war für diesen Tag eine Segeltour zu den Delfinen vor Tauranga geplant. Wir haben uns echt schon wie blöd darauf gefreut, da man sogar mit den Delfinen hätte schwimmen können. Am späten Abend davor bekamen wir allerding den Anruf, dass für eine Tour zuviel Wind vorhergesagt wurde, und somit die Buchung ins Wasser fällt. Leider...

Da Niko auf unserer bisherigen Reise mehrmals erwähnt hat, dass er "irgendwann in seinem Leben" mal gerne raftn gehn würde, haben wir die Chance genützt und noch am selben Abend um ca. 10 Uhr (nach mehreren Bieren) noch 3 Plätze für eine Rafting Tour auf einem Fluss (Kaitoke) mit dem Schwierigkeitsgrad 5 (sehr hoch) reserviert.

Die Buchung hat auch tatsächlich funktioniert. Am morgen wurden wir pünktlich abgeholt und saßen kurz darauf auch schon im Boot. Während der ersten Minuten der NOCH sehr ruigen Fahrt übten wir noch schnell diverse Kommandos.

Viel Zeit hatten wir nicht, dann kam auch schon der erste kleinere Wasserfall. Unser Guide (im Heck des Bootes) hat imer voll Stimmung gemacht und uns so richtig auf die Stromschnellen gehetzt. Yeahh!!

Kurz vor dem eigentlichen Highlight der Raftingtour haben wir kurz angehalten um uns mental auf den uns bevorstehenden "Absturz" vorzubereiten. Mit dem einzig wahren Schlachtruf (wer den Film "300" kennt weiß warum) sind wir dann mit vollem Tempo auf den 7 METER hohen Wasserfall zugepaddelt.....
.... SPARTAAAA!!!!!




Nachdem wir wieder aus dem Wasser aufgetaucht sind, wars mal kurz für einen Moment ruhig, wir haben uns alle mal gegenseitig angeschaut, ob das jetzt wirklich wahr war, oder nicht....


...bevor wir so richtig losgejubelt haben.... Es war echt GENIAL!!!

Nach diesem Erlebnis gings dann noch einige Stromschnellen weiter den Fluss entlang...
... unser Guide führt alles mögliche krasse Zeug mit uns und dem Boot auf (echt extrem wass diese Boote aushalten müssen).

Wie man sieht....

...hatten wir alle unsere Freude daran, und sind uns einig, dass das sicher nicht unser letzter Raftingtrip war.


Ausflug zum Blue Lake:

Da der Tag noch jung war, wir aber nach diesem Adrenalinrausch etwas ruhigeres brauchten, fragen wir einfach in unserem Hostel, was es in der Nähe sonst so gibt. Man hat uns daraufhin den Blue Lake empfohlen.


Es gibt einen Wanderweg rund um den See...

...der an einigen Stränden vorbeikommt. An einem davon haben wir uns dann für den Rest des Tages in die Sonne geschmissen und sind im See baden gegangen.

Diese Bäume hätte ich fast nicht mehr aufs Foto bekommen.

Alles in allem... ein fast perfekter Tag!