Sonntag, 23. Mai 2010

Seit 6 Monaten in NZ!!!

Anlässlich unseres 6 Monats Jubiläums unserer Ankunft in New Zealand (17. November 2009) ist es mal wieder an der Zeit für einen Blogeintrag. Außerdem ist es an der Zeit mal Bilanz zu ziehen und sich vor Augen zu führen was bisher so alles geschehen ist.

Aber erstmal zur IST-Situation:

Nadja ist nun bereits seit 2 Monaten mit ihrem Job beschäftigt. Mittlerweile ist Sie sehr motiviert und hängt sich ordentlich rein, was auch notwendig ist, da sehr viel verlangt wird.
Ich habe diese zwei Monate mit einer bisher erfolglosen Jobsuche verbracht...leider. Zurzeit gibt es aber noch 2 Jobs die mir Grund zur Hoffnung geben...außerdem arbeite ich auch an einem Plan B, nämlich auch einen PhD hier in NZ zu machen, genau wie Nadja. Dafür muss ich aber vom Thema, einem Supervisor bis hin zur Finanzierung alles selbst auf die Beine stellen, was nicht ganz einfach ist.


6 Monate in New Zealand:

Seit dem 17. November 2009 sind wir...

  • ca. 24.000 km von Deutschland über Dubai nach Neuseeland geflogen
  • insgesamt ca. 13.500 km mit dem Auto rumgefahren
  • haben ein Auto gekauft und ein Haus gemietet
  • haben knapp 4 Monate exzessiv Urlaub gemacht und kennen die Nordinsel fast auswendig
  • waren in Höhlen, Schluchten und auf vielen Wanderwegen unterwegs
  • haben nun beide ein NZ Visum
  • haben ein Surfbrett gekauft und Surfen gelernt
  • haben die komplette Inneneinrichtung gekauft (Bett, Regale, Couch, Esstisch und Sesseln,Waschmaschine, Kühlschrank,...)
  • haben insgesamt bisher einen beängstigend hohen 5-stelligen Eurobetrag in unsere Zukunft hier investiert (langsam dreht sich der Geldfluss aber wieder um ;-)
  • haben bereits ca. je 6 englischsprachige Bücher gelesen, unzählige englischsprachige Filme geschaut und unterhalten uns aber zusammen immer noch auf Deutsch
  • haben bisher von einem einzigen Österreicher Besuch bekommen (weitere in Planung)
  • hatten bisher 2 giftige Spinnen, eine kleine und eine große Gottesanbeterin und (zurzeit) eine Maus in unserem Haus (bis auf die Maus sind wieder alle Viecher draußen. bzw. verstorben....Problem sollte sich aber noch heute erledigen)
  • haben erfolgreich einige österreichische Gerichte nachgekocht, da das NZ-Essen etwas fragwürdig ist
  • haben bisher noch immer keinen Fernseher und es geht uns trotzdem gut
  • wir waren seit unserer Ankunft in NZ bei keinem Friseur (was aber kein Grund dafür ist das Stefan keinen Job hat)
  • haben den Rasen unseres Gartens erst 2-mal gemäht
  • haben bereits 2 mal einen Stein auf unsere Windschutzscheibe gekriegt
  • und haben (inkl. diesem Post) bereits 75 Blogeinträge geschrieben (und 74 Kommentare erhalten)

Naja, soweit mal, was uns spontan einfällt.

Ansonsten haben wir bisher unsere Entscheidung nach NZ zu gehen bisher nur SEHR selten bereut. Allein die Tatsache das wir in Palmerston North gelandet sind ist etwas schade. Vor allem da es keine Küstenstadt ist...aber man kann ja nicht alles haben. Witzig ist allerdings, dass, wenn man mit Neuseeländern ins Gespäch kommt und erwähnt das man jetzt in Palmerstoin North wohnt, oft einen mitleidigen Blick und Beileidsbekundungen erntet. Für Trips durch die Nordinsel ist aber Palmy auf jedenfall ein guter Ausgangspunkt, da es sehr zentral liegt.

Natürlich gabs auch viele Hochs und Tiefs (wobei die Hochs deutlich überwiegen), immerhin waren sehr viele Dinge zu organisieren wovon wir einfach keine Ahnung hatten. Alle die mal auswandern wollen brauchen sich da nix vormachen,..man kann unmöglich alles planen und alles dauert mindestens doppelt solang wie geplant. Letztendlich ist aber immer alles gut gegangen. Auch die ewigen Verzögerungen beim Job von Nadja haben sich als positiv erwiesen, immerhin gab uns das die Gelegenheit gleich mal ordentlich was von Neuseeland zu sehen.

Also dann, Cheers auf die nächsten 6 Monate hier in NZ und mehr....

Dienstag, 27. April 2010

Weekendtrip nach Napier

Obwohl der Herbst nun auch Neuseeland erreicht hat, ist das Wetter vor allem in den Küstengebieten nach wie vor eher sommerlich.
Deshalb haben wir beschlossen für das Wochenende dem wolkigen Palmy den Rücken zu kehren und uns die Stadt Napier etwas näher anzusehen.


Gemeinsam mit zwei Arbeitskollegen von Nadja (beide aus Deutschland) gings am Samstag frühmorgens los. Für den ersten Tag hatten wir eigentlich nur ein Ziel: eine Weinverkostung in einem oder mehreren der hervorragenden Weingütern der Hawke Bay zu machen.

TAG 1:

Nachdem wir uns eine billige Unterkunft organisiert hatten gings aber erstmal zu Fuß durch das Stadtzentrum.


Napier ist eine wirklich sehr schöne Stadt, ganz einheitlich im Art deco Stil erbaut.... bzw. wiedererbaut, da Napier so um 1931 fast komplett durch ein Erdbeben zerstört wurde. Es fahren auch auffällig viele Oldtimer durch die Stadt, was der 30er Jahre Atmosphäre noch weiter auf die Sprünge hilft.

Am Stadtrand von Napier gibt es zwei Weingüter: Mission Estate und Church Road
Unser erstes Ziel war die Mission Estate Winery


Das Weingut beherbergt ein Ordenshaus, eine Kirche, ein Restaurant und natürlich einen Weinkeller.


Die Verkostung war gratis, die Weine sehr gut. Vor allem der Pinot Gris (2007) hat es uns sehr angetan. Ansonsten probierten wir noch:

  • Chardonnay
  • Sauvignon Blanc
  • Viognier (von dem Wein hatten wir bis daher noch nie gehört)
  • Syrah
  • Merlot
  • Cabernet Sauvignon
  • Gewürztraminer

Auch einen Eiswein hat man uns vorgesetzt, wobei man anmerken muss, dass hier die Trauben künstlich gefrostet werden, da die Temperaturen nicht tief genug fallen. Naja, also in Punkto Süßweine macht den Burgenländern wirklich keiner so schnell was vor, zumindest nicht hier in Neuseeland. Da können wir Österreicher schon stolz drauf sein...ganz im Gegensatz zu den gewöhnlichen Weißweinen.

Auch unseren Deutschen Begleitern (Nico und Basti) hats gut geschmeckt. Zusammen kauften wir dann noch 2 Flaschen....für später ;-)

Dann gings zu Fuß weiter zur Church Road Winery...


Neben einer Weinverkostung machten wir hier auch eine Weintour...was soviel bedeutete, dass wir einen Rundgang durch das Anwesen und die Geschichte des Weinguts machten.


War in Summe ganz interessant, die Weine hatten uns hier aber nicht ganz so gut geschmeckt, dafür gabs aber so ausgefallene Sorten wie "Marzemino" und "Malbec". Wer die nicht kennt, macht nix, der hat nix verpasst.

Im Anschluss gings dann an den Strand, wo wir uns dann unseren zwei Flaschen Wein, einigen Baguettes und Käse den Garaus machten.

Nach dem Abendessen gings dann noch ins Nachtleben von Napier (sehr ruhig) bis um Punkt 12. Dann sperrten nämlich alle Lokale zu, da am nächsten Tag ein besonderer Feiertag war, der ANZAC-Day. Da gedenkt man den Opfern des 2. Weltkrieges.


TAG 2:

Ausgeschlafen wie wir waren (obwohl das net geplant war ;-) schafften wir es dann schon am frühen Vormittag auf den Bluff Hill, einem tollen Aussichtspunkt in Napier...


... zu Mittag besuchten wir dann die letzten Überreste eines "Pa". Das ist ein befestigtes Dorf, in das sich früher die Maoris zurückgezogen haben, wenns mal wieder Krieg gab (also fast ständig *fg*).


Heute tummeln sich dort hauptsächlich ein paar hundert Schafe, die den Boden auch gut düngen....

Den Abschluß unseres Napier Trips bildete dann der Te Mata Peak mit seiner grandiosen Aussicht...



Donnerstag, 15. April 2010

Osterwochenende - Porangahau

Schönes Wetter, ein verlängertes Wochenende,.... perfekte Bedingungen um mal in Richtung Hawkes Bay, in den nahen Osten der Insel zu fahren. Da dies das Osterwochenende war waren die spärlich gesähten Unterkünfte der Region überbucht bzw. extrem teuer. Deshalb haben wir uns kurzerhand ein Zelt organisiert und beschlossen darin zu übernachten.


Auf dem Weg zu unserem Ziel "Porangahau" kamen wir an einem sehr berühmten Platz der Nordinsel vorbei. Nämlich dem Ort mit dem längsten Namen der ganzen Welt:

"Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturi­pukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu"


Auf gut deutsch bedeutet das:

 "Der Ort, an dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der Berge hinabrutschte, emporkletterte und verschluckte, bekannt als der Landfresser, seine Flöte für seine Geliebte spielte."


Unser Zelt schlugen wir für die nächsten Tage in Porangahau auf einem Campingplatz auf. Von dort aus machten wir uns dann ans "Strandhopping".


Der Blackhead Beach, ist nur einer von vielen genialen Surfstränden der Region.


Die Gegend ist nur SEHR spärlich besiedelt. Kaum eines der kleinen Dörfer hat Geschäfte, Restaurants oder eine Tankstelle. Deshalb sollte man die Reise einigermaßen gut planen und immer genug Proviant mithaben. Aber dafür kommt man in den Genuss endloser Strände und verlassenen Landschaften und perfekten Bedingungen zum Surfen.



Bild oben: Nadja wartet auf eine Mitfahrgelegenheit.



Tja, da schauts noch so aus, als würd ich die Welle schaffen ;-)