Mittwoch, 8. September 2010

Mountainbike in Wellington, Observatorium und Maori Kunst


Nachdem wir nun wiedermal lange genug zuhause in Palmy rumgesessen haben und nun auch endlich mein Projekt mit der City Library, dem City Council und der Massey University abgeschlossen ist (eigendlich schade weils echt genial war) sind wir am Wochenende (4. u. 5. Sept.) nach Wellington gefahren.

Tag 1 - MTB und Observatorium



Da Wellington nur knapp 2 Autostunden entfernt liegt, sind wir erst gegen Mittag aufgebrochen (Ausschlafen muss ja auch mal sein ;-) und haben auch auf dem Weg ein paar Stops eingelegt um die tolle Aussicht zu genießen. (Bild oben: Schnee auf den Hügeln der Tararua Range)



Einen weiteren Stop legeten wir in Waikanae Beach ein. Das ist ein genialer Strand (1 Stunde von Palmy entfernt) mit super Sicht auf Kapiti Island. Wir waren so begeistert von diesem Strand, dass wir der kleinen Insel (ein Vogelschutzgebiet) demnächst einen extra Besuch abstatten werden. Nebenbei ist dieser Strand auch perfekt zum Surfen und Kiten.

Mountainbiken im Karori Park:


Unser erstes Ziel in Wellington war der Karori Mountainbike Park. Bei "Mud-Cycles" organisierten wir uns zwei Bikes (je 30 NZD für einen halben Tag). Vom Fahradverleih zur Bergspitze des Parks (siehe Foto oben) wars nicht weit, sodass wir direkt losfahren konnten.




Obwohls in den letzten Tagen ziemich oft geregnet hatte waren die Tracks total in Ordnung. Wegen dem sehr schönen Wetter herrschte aber reger Betrieb und es war wichtig sich an die Regeln zu halten und in die richtige Richtung loszustarten um nicht als "Geisterfahrer" zu enden.

Wir hatten echt unglaubliches Glück mit dem Wetter, ...


... die Wege waren nur teilweise etwas "muddy" und es ging kaum Wind ...
... die Fernsicht war Aufgrund der niedrigen Temperaturen sagenhaft, sodass wir zum ersten mal in unserem Leben einen Blick auf die Südinsel Neuseelands erhaschen konnten (siehe Foto oben, die weißen Berge).




An der Bergspitze (bzw. Hügelspitze) angelangt machten wir erstmal Pause, es war wirklich eine ziemliche Plagerei die ganzen Höhenmeter zu überwinden. Am großen Wegweiser konnten wir sehen das es z.B. bis zu Schweiz nur knapp 18.500 km sind...



Vollgetankt mit potentieller Energie gings dann in Richtung Downhill pisten. Der Park bietet alle möglichen Schwierigkeitsgrade (von Schotterstraße bis Felsabhang), wir hatten uns nach den Empfehlung des Verleiher gerichtet und eine Piste mit mittlerer Schwierigkeit ausgesucht. Es hat echt viel Spass gemacht, aber ein paar gemeine Stellen waren trotzdem am Weg. Nadja hatte an einer ziemlich steilen Stelle etwas Pech und ist kopfüber in die (Dorn-) Büsche abgetaucht. Die Arme! Es ist gottseidank nix schlimmes passiert, nur ihre Füße haben ziemlich viele Kratzer abbekommen(Niewieder kurze Hosen beim Downhill!!!).



Carter Observatorium:

Seit wir in Neuseeland sind wollten wir schon immer mal durch ein Teleskop den Sternenhimmel betrachten. Ein paarmal hatten wir schon das Glück einen phänomenalen Blick mit freiem Auge auf die Milchstraße werfen zu können ... es gibt NICHTS beeindruckenderes!

Da der wolkenlose Himmel fürs Sterneschaun perfekt war gings nach dem Abendessen mit dem Cable Car rauf zum Carter Observatory wo es eine Austellung, eine Show im Planetarium (geniale kuppelförmige Leinwand wogegen die neuen 3D Kinos völlig veraltet wirken) und natürlich die Möglichkeit gab durch ein Teleskop zu schaun.




Nachdem wir uns nach der Show im Bezug auf unsere Größe und unseren Platz im Universum nur allzu Bewusst waren (kann gleichzeitig sehr erhebend als auch deprimierend sein *g*) gings noch kurz in eine Bar (um die Dinge wieder ins rechte Licht zu rücken).

Tag 2 - Wellington City Gallery

Nachdem wir nun bereits zum dritten mal in Wellington sind können wir mit ziemlicher Sicherheit sagen, das dies unsere absolute Lieblingsstadt (zumindest hier in NZ) ist. Die Lage und Größe ist perfekt, es sind nur ein paar Kilometer mit der Fähre zu Südinsel, man hat so ziemlich alle Freizeitmöglichkeiten die man sich vorstellen kann, die Stadt quillt förmlich über vor architektonischen Meisterwerken und Kunst im Allgemeinen, es gibt unzählige Cafes und Bars, usw....



Bei jedem Stadtspaziergang gibts immer wieder was neues zu sehen...



Nach dem Brunch um 11 (ja, wir wissen das wir viel Wert aufs Ausschlafen legen ;-) besuchten wir die City Gallery wo zur Zeit eine Ausstellung eines bekannten neuseeländisch Künstlers (John Pule) läuft. fotografieren war leider nicht erlaubt...ich hab für auch aber zwei Bilder aus dem Web herausgesucht... Uns hat die Ausstellung sehr beeindruckt.





Im Anschluss gings dann raus aus Wellington zum Upper Hutt in ein Erlebnisbad... hatte zwar nicht ganz Aquapulco Niveau, war aber ganz ok.

Sonntag, 1. August 2010

Ostküste - Napier - Waimarama


Am vergangene Wochenende (24. - 26 Juli) besuchten wir zum zweiten mal die Stadt Napier an der Ostküste von Neuseeland (Nordinsel). Bei unserem ersten Besuch hatten wir zwar schon den Großteil der Stadt gesehen, aber auch das Umland, speziell der Süden der Stadt, wollte noch besichtigt werden.

Tag 1:


Das Wetter war bei unserer Ankunft (15:00, sind etwas spät aufgebrochen ;-) etwas bewölkt, dafür war der Wellengang sehr beeindruckend.



Nach dem einchecken in der Waterfront Lodge (sehr günstig, aber eher weniger zu empfehlen) besuchten wir dann gleich mal das "National Aquarium of New Zealand"



Keine Ahnung, warum wir das nicht schon bei unserem ersten Besuch in Napier besichtigt hatten, aber das sollte man auf gar keinen Fall verpassen. Es gibt unzählige verschiedenen Fischarten zu sehen, unter anderem auch einen Augenlosen mexikanischen Höhlenfisch (der heißt so weil er keine Augen hat und in einer Höhle in Mexiko entdeckt wurde *g*... wie überraschend), Krokodile, Aale, Schildköten,... und viele weitere...

Es steht also dem bekannten Aquarium in Barcelona oder dem Haus des Meeres in Wien in nichts nach.

... farbenfroh ...

ein sichtlich gut gelaunter Stachelrochen,...


Abends gings dann noch in eine Bar am Hafen,...


Tag 2:

Frühmorgens um 10 ;-) machten wir uns auf den Wag nach Waimarama, südlich von Napier. Der Weg dahin führt am Te Mata Peak vorbei,... SEHR schöne Landschaft!


Waimarama ist ein kleines Dorf am Strand von Waimarama. Auf einen Einwohner kommen ungefähr 10 km Strand (grob geschätzt).

So schaut also der Winter an der Ostküste in Neuseeland aus.... geht doch, oder???

Ich hatte auch meine Kitesurf  Ausrüstung dabei,... leider wars aber windstill.



Die Ostküste, bzw. der Süden der Hawkes Bay eigenet sich auch hervorragend zum Surfen (Wellenreiten). Am Rückweg von Waimarama kamen wir am bekannten Point Break von Te Awange vorbei.... hätte ich doch statt der Kiteausrüstung unser Surfboard mitgenommen. Die Wellen waren perfekt und rollten in berechenbaren Sets herein. Bevor man hier zum Surfen kommt, muss man witzigerweise noch einen Fluss überqueren. Für Schwimmer ist dieser Strand allerdings nicht geeignet, da es kein Sandstrand sondern ein Kiesstrand ist.

In Te Awanga kann man neben Surfen auch noch einiges andere machen: z.B.: Weine aus der Hawkes Bay verkosten!
In unmittelbarer Nähe liegen 4 verschiedene Weingüter. Zwei davon haben wir uns genauer angeschaut: Clearview Winery und Elephant Hill.

Der niegelnagelneue Verkostungsraum des Elephant Hill Weingutes. Ob sich der Name nur auf die Elefantenstatue vor dem Eingang bezieht, oder ob er auch noch einen tiefer Sinn hat, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.

Tag 3:

Verbrachten wir dann Hauptsächlich mit Shoppen in Napier und flanieren an der Küste.


Abschließend noch ein paar schöne Fotos...



Dienstag, 27. Juli 2010

Bier & Spiele - 1st Rugby Game!

Manawatu Turbos vs. Hawke´s Bay
3 :17

Vergangenen Freitag hab ich (Stefan) mir gemeinsam mit Nico, einem Arbeitskollegen von Nadja, mein erstes Rugby Spiel in meinem Leben angeschaut. Trotz des englischen Wetters waren wohl knapp 1000 Zuschauer dabei. Die Stimmung war ganz gut,und es gab ziemlich viel Action!


Gespielt werden 2 mal 40 min. Erlaubt ist so ziemlich alles was wohl in jeder anderen Sportart gröbstens bestraft werden würde....


Vermutlich wärs nicht schlecht gewesen, wenn ich mich vorher etwas mit den Regeln auseinandergesetzt hätte... Ich hab echt keine Ahnung was der Schiedsrichter da zusammen gepfiffen hat und vor allem, was so generell ein gutes Spiel ausmacht. Ich weis zumindest soviel, dass man nicht nach vorne passen darf, ... und das wars auch schon ;-)


Aber es war sehr interessant und war somit sicher nicht mein letztes Game, bei dem ich zugeschaut hab. 2011 ist ja die Rugby WM hier in New Zealand...bis dahin kenn ich mich hoffentlich mit dem Spiel aus. Vielleicht versteh ich dann auch was die knapp 80 jährige Oma neben mir immer gebrüllt hat: "Tackle, Tackle,...!!!". Die  ist emotional ziemlich ins Spiel eingetaucht *g*


Da sich das Rugby Team von Palmy die "Manawatu Turbos" nennen (Manawatu bezieht sich auf den Bezirk und Turbos auf die Windräder), hat das Maskotchen ein Windrad am Rücken montiert.

Da es sich beim Rugby genau wie beim Fußball verhält: "Ohne Bier is des nicht zum anschaun!", will ich euch mal kurz mit einer der berühmten neuseeländischen Biersorten bekannt machen:

TUI:


und ein Video geht noch...

(Hmm... ich muss mich mal persönlich davon überzeugen, ob in dieser Brauerei wirklich nur Frauen arbeiten...)

Generell ist das NZ Bier nicht schlecht, wenn es auch etwas fader als da Ö-Bier schmeckt. Es kann aber sicher nicht mit dem NZ Wein mithalten (deshalb wohl auch die interessante Werbung). Der österreichische Trinker würde sich aber vor allem daran stören, das man hier hauptsächlich 0,25 bis 0,33 Liter Flaschen bekommt. Eine "Hoibe" ist hier sehr unüblich, sowohl im Pub als auch in Supermarkt. Wenn euch also mal ein Kiwi über den weg läuft und behauptet, er trinkt an einem Abend so zwischen 20 und 30 Flaschen Bier, dann ist das durchaus im Bereich des Möglichen.