Freitag, 22. Januar 2010

Martinborough - Tag 2 - Patuna Farm (... you are on Pandora!)

Nach unserer ersten Übernachtung in Martinborough, wurden wir frühmorgens durch einen Anruf einer Werkstadt geweckt. Mit dieser vereinbarten wir, dass wir das Auto dann am Freitag so gegen 1 Uhr auf unserer Rückreise nach Palmy vorbeibringen. Nach 4 Stunden könnten wir dann mit einer neuen Scheibe weiterfahren. Juhuu!

Patuna Farm:

Für unseren ersten richtigen Tag (Mittwoch) in Martinborough hatten wir vorerst keine Weinverkostung geplant, sondern wollten zur Patuna Farm ganz in unserer Nähe fahren. Dort kann man ziemlich coole Sachen machen.

Fürs erste hatten wir einen 1,5 stündigen Ausritt geplant. Da keiner von uns beiden kaum jemals auf einem Pferd gesessen is,t war das ganz schön spannend für uns.

Wie bekamen zwei SEHR gutmütige Pferde. Eine junge Engländerin begleitete uns auf unseren Trip und erklärte uns auch kurz was wir zu tun hätten wenn dieses und jenes passiert *g*.


Dann gings auch schon los... im Prinzip war es ganz einfach..einfach nur obensitzen *g*... den Rest macht das Pferd.

Meines hatte allerding einen kleinen Tick. Es wollte immer am Ende der Reihe gehen und duldete kein anderes Pferd hinter sich. Ausserdem hat es meine Gutmütigkeit sehr schnell erkannt und ausgenützt und ist bei jeder Gelegenheit stehen geblieben und hat gefressen.


Der Ritt war extrem abwechslungsreich, die Aussicht gigantisch. Eine ganze Weile gings durch einen Fluss entlang.


(hmmm... irgendwie schaun die Pferde auf den Bilder viel keiner aus, als wir sie in Erinnerung haben...)


Unser Guide (die Engländern) war so freundlich und hat ein paar Fotos von uns gemacht.


Auf jedenfall hats uns beiden extrem Spaß gemacht.
Und wir sind uns sicher, das wir das in Zukunft noch viel öfters machen werden, wenn sich uns die Möglichkeit bietet.


Chasm Walk

Neben dem Reiten kann man auf der Farm noch eine ganze Menge mehr machen. Wir haben uns entschieden noch gleich den Chasm Walk (Schluchtwanderung) zu machen. Auf der Website haben wir in Erfahrung gebracht, dass dieser Weg ca. 4 Stunden dauern sollte. Ausserdem ist dort auch ein Bild zu sehen, welches 2 Pensionisten in dieser Schlucht zeigt. Darum haben wir uns nicht viel dabei gedacht und waren uns sicher, dass wir des schon packen.
Wir haben uns auch weiter nix gedacht, als wir einen Plan und Verbandmaterial in die Hand gedrückt bekamen, mit der dringenden Aufforderung uns auf jedenfall bei Ihnen (den Farmbesitzern) zu melden wenn wir mit dem Walk fertig sind, damit Sie wissen, dass es uns gut geht und nix passiert ist.

Also sind wir dann losmarschiert. Der Plan war nicht gerade einfach zu lesen. Da wir wussten das ein Großteil des Weges an einem Fluss entlang, bzw. auch im Fluss zu gehen sein wird, haben wir unsere Neoprenschuhe angezogen (zum Wandern sind die aber net so ganz toll).


Wie schon beim Ausritt, war die Landschaft sagenhaft schön.

Schon bald gings (gefährlich nahe) über der Schlucht entlang flußaufwärts.
Bild unten: Der schwarze Baum steht ca. 60 m über dem Fluß!


Teilweise ging der Weg auch durch das Weideland der Schafe....




Eine wichtige Markierung des Weges (wir waren uns teilweise nicht mehr sicher, ob wir eh noch am richtigen Weg sind), war der Wave-Rock.

Und dann hatten wir endlich den Einstieg in die Schlucht gefunden. Da hatten wir uns dann schon gefragt, wie das die zwei Personen auf dem Bild der Website geschafft hatten... es war echt nicht einfach.

Das letzte Stück gings dann über eine Leiter in den Fluß....


...und in eine ganz andere Welt!!!

Der sehr klare und saubere Fluss zwängte sich durch die Kalksteinwände hindurch, über uns hingen Bäume und andere Pflanzen in die Schlucht herein... Wasserfälle gabs auch... und leider auch 1 Million Sandfliegen (sehr lästig)!

Ziemlich benommen von dieser unglaublichen Umgebung wanderten wir dann flussabwärts weiter. Anfangs war der Fluss noch sehr seicht... später wurde es dann teilweise sehr tief...manchmal mussten wir auch kletter, springen, usw... (Man musste sich sowieso ständig bewegen, da einem ansonsten die Sandfliegen ganz einfach aufgefressen hätten)


Mit der Zeit wurde die Schlucht immer höher und dunkler...

... bis der Fluss schließlich in einer Höhle verschwand. Da haben wir uns dann echt etwas Sorgen gemacht. Es war stockdunkel, darauf waren wir überhaupt nicht vorbereitet. Gottseidank hatten wir zufällig eine Taschenlampe dabei.


Nadja ist damit als erste den Fluß entlang mit der kleinen Lampe in die Höhle marschiert....


... und fast auf ein totes Schaf gestiegen! Es passiert in dieser Gegend manchmal, das Schafe über die Schlucht fallen. Dieses hatte sich dann anscheinend noch in die Höhle geschleppt. Armes Tier (Trotzdem hätte es uns nicht so erschrecken sollen *g*)!

Puhh... was haben wir uns gefreut, als die Sonne wieder zu sehen war!


Ziemlich düster und beklemmend gings dann immer weiter im Fluß entlang...


... bis wir dann auf eine weitere Lebensform gestoßen sind.


Ein ca. 1 Meter langer Aal schwamm plötzlich neben uns im Wasser. Anscheinend hatte der überhaupt keine Angst vor uns. Im Gegenteil. als wir die Kamera ins Wasser hielten schwamm er sogar darauf zu. Cool!



Wir hätten uns gerne noch länger mit dem Aal beschäftigt, aber wir mussten uns echt ranhalten, dass wir es noch vor Einbruch der Dunkelheit aus dieser Schlucht raus schafften...


Dann endlich....

... gings die letzte tiefe Stelle endgültig raus aus der Schlucht und ins Trockene.

Vermutlich war dies unser aufregenster Trip, den wir bisher je unternommen hatten. Dementsprechend fühlten wir uns dann auch hinterher. SEHR zu empfehlen, wenns jemand gern etwas extrem hat.... man fühlt sich danach wie neu geboren und SEHR lebendig!


Obwohl wir hier in Martinborough in einer Weinregion waren.... dieser Abend verlangte aber auf jedenfall nach BIER!!!

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